Zirkusse sind für mich absolute No-Go's!!!

Kein wandernder Zirkus der Welt kann ein Wildtier auch nur ansatzweise artgerecht halten. Daher bin ich ein genereller Gegner von Elefanten – und auch anderen Tieren – im Zirkus. Ein Elefant, der in der Natur 8 km oder mehr am Tag zurück legt und Streifgebiet von mehreren 10.000 qm hat, kann an einer Kette im Zelt oder in der Manege - von der Peitsche und dem Elefantenhaken angetrieben - nicht glücklich werden. Kein Elefant macht in der Natur einen Ein-Bein- oder Kopfstand und beansprucht somit einzelne Körperteile mit mehreren Tonnen Gewicht. Das ist unnatürlich und pervers! Ich sehe unsere Gesellschaft als so zivilisiert an, dass sie sich nicht an dem Leid von Tieren erfreuen muss.

Noch nicht drüber nachgedacht? Na dann wird es aber mal Zeit!
Überdenkt bitte, was den Tieren im Zirkus angetan wird, bevor Ihr einen besucht!!!

 

Hier könnt Ihr ein paar Fakten nachlesen bzw. ansehen, die mich in dieser Meinung bestärken:
- Elefanten Schutz Europa: Elefantenhaltung im Circus Krone
- 4 Pfoten – Stop it /  Rote Liste
- Hier könnt Ihr sehen, wie man bei Ringling Bros. einem kleinen Elefanten "Kunst"-Stücke beibringt. Ist das wirklich Kunst?


(Foto: http://i994.photobucket.com/albums/af70/ILoveCasperTheGhost/Ringling1.jpg)

 
 Quelle: http://www.youtube.com/watch?v=Kv05SnGhagc

"Der Bundesrat hat bereits 2003 ein grundsätzliches Haltungsverbot für Affen, Bären und Elefanten u. a. Tieren in Zirkussen gefordert.  Aber verabschiedet wurde ein entsprechendes Gesetzt noch nicht. Im März 2008 trat die Zirkusregisterverordnung in Kraft. (Haltungsverbot un dZirkusregister ist nicht das selbe!!!)
Andere Länder sind hier schon viel weiter als das fortschrittliche Deutschland: 

Ein generelles Verbot von Wildtieren in Europa besteht in Bulgarien, Dänemark, Österreich; in Estland und Polen von in freier Natur geborenen Wildtieren; in Costa Rica, Israel und Singapur außerhalb Europas.
In Finnland und Ungarn besteht u. a. ein Verbot von Elefanten im Zirkus.
In Großbritannien, Kroatin und den Niederlanden bestehen in Gemeinden bzw. Städten Verbote von Elefanten im Zirkus.

Wann zieht Deutschland endlich nach?

Im März 2008 trat wie gesagt die Zirkusregisterverordnung in Kraft. Die Bedingungen der Tierhaltung in Zirkusbetrieben sollen mit diesem Register nachhaltig und konsequent verfolgt werden können. Veterinärbehörden sollen somit Zirkusunternehmen, die bereits einmal wegen ihrer Tierhaltung negativ aufgefallen sind fortdauernd Augenmerk zu kommen lassen können. Nur müssen Veterinäre dann auch Missstände sehen (wollen) und diese aufzeigen und nicht froh sein, dass ein zu beanstandender Zirkus morgen schon wieder in einer anderen Stadt ist und nicht mehr in ihr Aufgabengebiet fällt.

„POLITIK/462: Zirkusregisterverordnung tritt in Kraft (TSB) Pressemitteilung des Deutschen Tierschutzbundes - 19. März 2008 Zirkusregisterverordnung tritt morgen in Kraft
Der Deutsche Tierschutzbund begrüßt das Inkrafttreten der Zirkusregisterverordnung (ZirkRegV) am 20. März. Damit wird es endlich möglich sein, die Bedingungen der Tierhaltung in Zirkusbetrieben nachhaltig und konsequent zu verfolgen. Die Tierschützer verweisen darauf, dass damit allerdings die Bundesratsinitiative von 2003 nur zum Teil umgesetzt wird. Nach wie vor fehle das dringend notwendige Haltungsverbot für Affen, Bären und Elefanten im Zirkus.

"Die Datenerfassung, die in der "Verordnung über die Registrierung von Erlaubnissen zur Haltung von Tieren an wechselnden Orten" geregelt ist, ist ein wichtiger Schritt für die Behörden, Entscheidungsgrundlagen für die mehr als 310 in Deutschland existierenden Wanderzirkusse zu schaffen", erklärt die Vizepräsidentin des Deutschen Tierschutzbundes, Dr. Brigitte Rusche. "Sie erleichtert es den Veterinärbehörden, Zirkusunternehmen, die bereits einmal wegen ihrer schlechten Tierhaltung aufgefallen sind, kontinuierlich im Auge zu behalten".

"Wichtiger wäre aber nach wie vor ein klares Haltungsverbot zumindest für einige Wildtierarten in Zirkussen. Das Leid der Affen, Bären, Elefanten und anderer Wildtiere ist in den oft ungenügenden Unterbringungen immens." Bund und Länder sind aufgefordert, endlich ein Haltungsverbot für Wildtiere anzugehen.

Viele Wildtierarten leiden in Zirkusbetrieben, da die besonders hohen Ansprüche an ihre Haltung, Pflege, Ernährung und Betreuung grundsätzlich in reisenden Unternehmen nicht erfüllt werden können. Dies gilt insbesondere für Elefanten, Bären und Affen. Viele europäische Länder wie zum Beispiel Österreich, Finnland und Ungarn haben hieraus bereits rechtliche Konsequenzen gezogen und das Mitführen sämtlicher Wildtierarten in Zirkussen untersagt. Auch Dänemark und Schweden beschränken das Mitführen von Wildtieren im Zirkus erheblich.

Der Deutsche Bundesrat hatte die Bundesregierung 2003 aufgefordert, Zirkusbetriebe in einer Datenbank zentral zu erfassen (Zirkuszentralregister) und ein grundsätzliches Haltungsverbot für Affen, Bären und Elefanten in Zirkussen zu erlassen.


Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Tierschutzbundes e.V. vom 19. März 2008 Herausgeber: Deutscher Tierschutzbund e.V., Bundesgeschäftsstelle Baumschulallee 15, 53115 Bonn Tel: 0228/60496-24, Fax: 0228/60496-41 E-Mail:
presse@tierschutzbund.de Internet: www.tierschutzbund.de
Quelle:
http://www.schattenblick.de/infopool/tiere/schutz/tpol-462.html

 

Verordnung über die Registrierung von Erlaubnissen
zur Zurschaustellung von Tieren an wechselnden Orten
(Zirkusregisterverordnung - ZirkRegV) ZirkRegV Ausfertigungsdatum: 06.03.2008
ollzitat: "Zirkusregisterverordnung vom 6. März 2008 (BGBl. I S. 376)" Fußnote Textnachweis ab: 19.3.2008

Eingangsformel 

Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz verordnet auf Grund des § 16 Abs. 6 Satz 2 und 3 in Verbindung mit § 16b Abs. 1 Satz 2 des Tierschutzgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 18. Mai 2006 (BGBl. I S. 1206, 1313), von denen § 16 Abs. 6 Satz 2 und 3 durch das Gesetz vom 18. Dezember 2007 (BGBl. I S. 3001, 2008 I S. 47) neugefasst worden ist, nach Anhörung der Tierschutzkommission:

§ 1 Anwendungsbereich

Diese Verordnung regelt die Erhebung und Verwendung personenbezogener Daten im automatisierten Verfahren zum Zwecke der Überwachung der Einhaltung der tierschutzrechtlichen Bestimmungen durch Betriebe im Sinne von § 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 Buchstabe d des Tierschutzgesetzes.

§ 2 Begriffsbestimmungen

Im Sinne dieser Verordnung ist

1. erteilende Behörde: die für die Erteilung der Erlaubnis nach § 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 Buchstabe d des Tierschutzgesetzes zuständige Behörde;

2. kontrollierende Behörde: die für die Kontrolle nach § 16 Abs. 1 Nr. 4 des Tierschutzgesetzes zuständige Behörde.

§ 3 Datenerhebung

(1) Die erteilende Behörde erhebt zusätzlich zu den Angaben nach § 11 Abs. 1 Satz 2 des Tierschutzgesetzes vor Erteilung einer Erlaubnis nach § 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 Buchstabe d des Tierschutzgesetzes, wenn die Tätigkeit an wechselnden Orten ausgeübt wird, folgende Daten:
1. Name, Anschrift, Geburtsdatum, Geburtsort des Antragstellers sowie den Ort der jeweiligen Gewerbeanmeldung,
2. Name des Betriebes, in dem der Antragsteller tätig ist, und im Fall eines Winterquartiers dessen Anschrift und
3. Name des Inhabers des Betriebes nach Nummer 2.

(2) Die kontrollierende Behörde erhebt, soweit diese der erteilenden Behörde nicht vorliegen oder der Aktualisierung bedürfen, bei der Kontrolle eines in Absatz 1 Nr. 2 genannten Betriebes folgende Daten:
1. die jeweilige Anzahl der Tiere einer Art, die vom Erlaubnisinhaber zu den in § 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 Buchstabe d genannten Zwecken gehalten werden sowie deren Kennzeichnung, soweit eine solche durch die Erlaubnis nach § 11 Abs. 1 des Tierschutzgesetzes vorgeschrieben ist,
2. die in Absatz 1 genannten Daten.

§ 4 Datenverwendung

(1) Die in § 3 genannten Daten und die Angaben nach § 11 Abs. 1 Satz 2 des Tierschutzgesetzes speichert die erteilende oder die kontrollierende Behörde in einem automatisierten Verfahren, das die Übermittlung der Daten durch Abruf ermöglicht. Zusätzlich speichert die erteilende oder kontrollierende Behörde im automatisierten Verfahren folgende Daten:
1. Inhalt der Erlaubnis nach § 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 Buchstabe d des Tierschutzgesetzes einschließlich der erteilten Nebenbestimmungen,
2. Datum der Ausstellung der Erlaubnis,
3. Bezeichnung und Adresse der die Erlaubnis erteilenden Behörde,
4. Ergebnis der Kontrolle nach § 16 Abs. 1 Nr. 4 des Tierschutzgesetzes mit Namen und Anschrift der verantwortlichen Person im Sinne des § 11 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 des Tierschutzgesetzes einschließlich der erlassenen vollziehbaren Anordnungen,
5. Datum der Kontrolle,
6. Bezeichnung und Adresse der kontrollierenden Behörde,
7. die Einhaltung der mit einer Erlaubnis nach § 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 Buchstabe d des Tierschutzgesetzes verbundenen vollziehbaren Auflagen oder der in Nummer 4 bezeichneten vollziehbaren Anordnungen und Maßnahmen des Verwaltungszwangs und
8. die unanfechtbare Ablehnung eines Antrags auf Erteilung einer Erlaubnis nach § 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 Buchstabe d des Tierschutzgesetzes.

(2) Die zuständige Behörde übermittelt die von ihr nach Absatz 1 gespeicherten Daten an andere für die Aufsicht nach § 16 Abs. 1 Nr. 4 des Tierschutzgesetzes zuständige Behörden, soweit diese zum Zwecke der Wahrnehmung der Aufgaben der ersuchenden Behörde erforderlich sind. Die Übermittlung der Daten nach Satz 1 kann durch Abruf im automatisierten Verfahren erfolgen.

(3) Die Verantwortung für die Zulässigkeit des einzelnen Abrufs trägt die Behörde, an die übermittelt wird. Die speichernde Behörde prüft die Zulässigkeit der Abrufe nur, wenn dazu Anlass besteht. Die speichernde Behörde hat zu gewährleisten, dass die Übermittlung personenbezogener Daten zumindest durch geeignete Stichprobenverfahren festgestellt und überprüft werden kann.

(4) Stellt eine Behörde bei Wahrnehmung ihrer Aufgaben fest, dass die von einer anderen Behörde gespeicherten Daten unvollständig, fehlerhaft oder nicht schlüssig sind, so teilt sie dies der anderen Behörde mit.

(5) Die erteilende Behörde erteilt dem Inhaber der Erlaubnis nach § 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 Buchstabe d des Tierschutzgesetzes auf Antrag Auskunft über die ihn betreffenden in Absatz 1 genannten Daten.

§ 5 Löschung

(1) Die Daten nach den §§ 3 und 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 bis 7 sind, vorbehaltlich des Absatzes 3, ein Jahr nachdem der Inhaber der Erlaubnis nach § 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 Buchstabe d des Tierschutzgesetzes das Zurschaustellen der Tiere oder das für diese Zwecke Zurverfügungstellen eingestellt hat, zu löschen. Erlangt die zuständige Behörde hiervon erst nach Ablauf eines Jahres Kenntnis, sind die Daten unverzüglich zu löschen.
(2) Die Daten nach § 3 Abs. 2 Nr. 1 und § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 bis 7 sind fünf Jahre nach dem Datum der Kontrolle im Sinne des § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 5 durch die kontrollierende Behörde zu löschen, soweit die Daten nicht bereits nach Absatz 1 gelöscht worden sind.
(3) Die Daten nach § 3 Abs. 1 und § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 8 sind durch die zuständige Behörde ein Jahr nach der unanfechtbaren Ablehnung eines Antrags auf Erteilung einer Erlaubnis nach § 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 Buchstabe d zu löschen.

§ 6 Inkrafttreten

Diese Verordnung tritt am Tag nach der Verkündung in Kraft. Schlussformel  Der Bundesrat hat zugestimmt.
Quelle:
http://bundesrecht.juris.de/zirkregv/BJNR037600008.html 

 
© Stephanie Wroben, 2006 - 2010
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